Operative Therapie – offene Operation

 

Die Operation erfolgt in Allgemeinnarkose. Es wird per Bauchschnitt die Bauchaorta freigelegt (Abb. 3 ). Anschließend wird die Bauchschlagader unter den Nierenarterien und im Bereich der Beckenarterien ausgeklemmt, sodass das Aneurysma ohne Blutung eröffnet werden kann. Es wird eine Rohrprothese (Abb. 4) im Bereich der gesunden Aorta unter den Nierenarterien und über den Beckenaufzweigungen eingenäht. Sollte die Erkrankung die Beckengefäße einschließen, wird eine Y-Prothese (Abb. 5) in die Beckenarterie eingenäht. Somit ist die kranke Aortenwand aus dem Kreislauf ausgeschlossen und kann nicht mehr platzen.

Video: offene OP Aortenaneurysma
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Vorteile:

  • längere Haltbarkeit als der Stent
  • keine jährlichen CT-Kontrollen
  • weniger Zweiteingriffe
  • keine anatomischen Limitationen

Nachteile:

  • längerer Krankenhausaufenthalt
  • langwierige Erholung von der Operation
  • höhere Sterblichkeit als mit Stent

Endovasculäre Therapie

 

Stent

 

Die Operation kann im Regelfall in lokaler Betäubung (bei Bewusstsein) erfolgen. Es werden die Leistengefäße punktiert und über Drähte und Katheder sondiert. Nach Darstellung der Nierenarterien wird eine Endoprothese unmittelbar unter den Nierenarterien (im gesunden Bereich der Bauchschlagader) freigesetzt. Die Prothese verankert sich und schließt blutdicht ab. Die Endoprothese ist meist Y-förmig. Die Beinchen der Y-Prothese kommen in den Beckenarterien zu liegen und schließen auch hier blutdicht ab. Somit ist das Aneurysma aus dem Blutfluss ausgeschlossen, der Blutdruck wirkt nicht mehr auf die kranke Wand.

Video: endovasculare OP Aortenaneurysma
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Vorteile des Stents:

  • geringere Belastung des Organismus
  • geringere Sterblichkeit
  • schnellere Genesung
  • geringere Belastung für ältere und kränkere Patienten

 

Nachteile des Stents:

  • deutlich geringere Haltbarkeit als die offenere Operation
  • Notwendigkeit von jährlichen CT-Kontrollen. Dabei werden die Lage und die Dichtheit des Stents überprüft. Jeder fünfte Patient wird innerhalb von fünf Jahren Serviceeingriffen zur Optimierung des Langzeitergebnisses unterzogen.
  • größere Belastung der Nieren durch mindestens jährliche Kontrastmittelgabe
  • Nicht jedes Aneurysma kann aus anatomischen Gründen mittels Stent behandelt werden.

 

Sexualität bei Männern
Hinsichtlich Potenzstörungen gibt es bei Männern keinen Unteschied zwischen Stent und OP. Die am häufigsten festgestellte Auswirkung nach Stent und Operation (gleiche Verteilung!) ist eine retrograde Ejakulation (Samenerguss in die Harnblase).